Hautkrebsvorsorge & KI-gestützter Ganzkörperscan
Untersuchung der gesamten Haut und individuelle Nachsorge nach Hautkrebserkrankungen — ergänzt durch digitale Muttermalaufnahmen und Ganzkörperfotografie zur verlässlichen Verlaufskontrolle.
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Dermatologie im Überblick
Erkrankungen der Haut können unterschiedliche Ursachen haben und in vielfältigen gesundheitlichen Zusammenhängen stehen. Das Erkennen dieser Zusammenhänge ist für uns ein wesentlicher Teil der Behandlung.
Vorsorge, Diagnostik und Behandlung bilden die Grundlage unserer dermatologischen Arbeit. Einen besonderen Stellenwert haben dabei Früherkennung und Prävention – ergänzt durch moderne diagnostische Verfahren und eine strukturierte Nachsorge.
Operative DermatologieWie: Stiel- und Alterswarzen, Zysten, Lipome, Altersflecken, Blutschwämmchen, Hautkrebs und seine Vorstufen.
Die operative Dermatologie umfasst ein breites Spektrum an Behandlungen – von Hautkrebs über Muttermale, Fibrome und Zysten bis hin zu Lipomen. Auch (medizinisch) unbedenkliche Hautveränderungen können entfernt werden, wenn sie kosmetisch oder im Alltag stören.
Welche Methode zum Einsatz kommt, richtet sich nach Art, Größe und Lage des Befundes. Neben der klassischen chirurgischen Entfernung werden CO2-Laser, Elektrokoagulation und Kryotherapie eingesetzt. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten erlauben es uns, das Verfahren individuell auf den jeweiligen Befund abzustimmen. Dabei haben neben dem medizinischen Behandlungsziel eine möglichst geringe Narbenbildung und ein ästhetisch gutes Ergebnis für uns zentrale Bedeutung.
Nach der Untersuchung besprechen wir gemeinsam, welches Vorgehen für den jeweiligen Befund geeignet ist und welche Behandlungsergebnisse zu erwarten sind.
HautkrebsvorsorgeUntersuchung der gesamten Haut und individuelle Nachsorge nach Hautkrebserkrankungen.
Hautkrebs und seine Vorstufen lassen sich häufig bereits erkennen, bevor sie uns im Alltag auffallen. Die regelmäßige Untersuchung der Haut dient deshalb dazu, verdächtige Veränderungen möglichst frühzeitig zu entdecken und bei Bedarf weiter abzuklären.
Bei der Hautkrebsvorsorge untersuchen wir die gesamte Haut und beurteilen auffällige oder kontrollbedürftige Hautveränderungen zusätzlich mit dem Dermatoskop. Wie häufig eine Kontrolle sinnvoll ist, richtet sich unter anderem nach Hauttyp, Anzahl und Art der Muttermale, persönlichen Risikofaktoren und der bisherigen Krankengeschichte.
Bei vielen Muttermalen oder Veränderungen, die über längere Zeit beobachtet werden sollen, kann die Untersuchung durch eine digitale Verlaufskontrolle oder einen KI-gestützten Ganzkörperscan ergänzt werden. Nach einer Hautkrebserkrankung erfolgt die Nachsorge entsprechend dem individuellen Befund und Risiko.
KI-gestützter GanzkörperscanDigitale Muttermalaufnahmen und Ganzkörperfotografie zur verlässlichen Verlaufskontrolle.
Unsere Haut verändert sich ständig. Gerade bei vielen Muttermalen bietet die digitale Ganzkörperfotografie die Möglichkeit, den Hautzustand systematisch zu dokumentieren und bei späteren Untersuchungen zuverlässig mit früheren Aufnahmen zu vergleichen.
Eine KI-gestützte Bildanalyse unterstützt den Vergleich und kann dabei helfen, neu entstandene oder veränderte Hautstellen gezielt zu identifizieren. Auffällige Befunde werden zusätzlich dermatoskopisch dokumentiert. Durch die eindeutige Dokumentation des Verlaufs können Veränderungen sicherer beurteilt und bei stabilen Befunden möglicherweise auch unnötige vorsorgliche Entfernungen vermieden werden.
Der Ganzkörperscan ergänzt damit die klassische Hautkrebsvorsorge insbesondere bei Menschen mit vielen Muttermalen oder einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Die ärztliche Untersuchung und Beurteilung ersetzt er nicht – er erweitert sie um eine standardisierte digitale Verlaufskontrolle.
Photodynamische TherapieLichtaktivierte, flächige Behandlung bestimmter Hautkrebsvorstufen ohne Operation.
Die photodynamische Therapie wird vor allem zur Behandlung von Vorstufen des hellen Hautkrebses (aktinische Keratosen) eingesetzt. Diese entstehen insbesondere durch langjährige Sonnenexposition und treten häufig nicht nur einzeln, sondern flächig in den betroffenen Hautbereichen auf.
Bei der Behandlung wird ein Medikament auf die Haut aufgetragen, aus dem in den Zellen ein durch Licht aktivierbarer Wirkstoff entsteht. Dieser bildet sich verstärkt in veränderten Zellen und wird anschließend durch eine spezielle Lichtquelle aktiviert. Die dabei ausgelösten Reaktionen führen zum gezielten Abbau erkrankter Zellen und setzen gleichzeitig Erneuerungsprozesse in Gang. Dabei werden auch bereits veränderte Zellen erfasst, die zum Zeitpunkt der Behandlung noch keine sichtbaren Hautveränderungen hervorgerufen haben. So kann auch dem Entstehen neuer sichtbarer Veränderungen innerhalb des behandelten Hautareals teilweise entgegengewirkt werden.
Durch die damit verbundene Erneuerung der Haut verbessern sich häufig zusätzlich Hautstruktur und Hautbild. Die PDT verbindet damit die Behandlung lichtbedingter Hautveränderungen mit einem in der Regel sehr guten kosmetischen Ergebnis.
Besenreiser-BehandlungVerödung kleiner oberflächlicher Venen zur sichtbaren Verbesserung des Hautbildes (Sklerosierung).
Besenreiser sind kleine, oberflächlich sichtbare Venen, die vor allem an den Beinen auftreten. Medizinisch sind sie meist unbedenklich, können kosmetisch jedoch als störend empfunden werden. Bei ausgeprägteren Veränderungen oder Hinweisen auf eine zugrunde liegende Venenerkrankung sollte vor der Behandlung eine weiterführende phlebologische Abklärung erfolgen.
Je nach Größe und Ausprägung der Gefäße stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Größere Besenreiser können durch eine Sklerosierung gezielt verödet werden. Dabei wird ein Medikament in das Gefäß eingebracht, das einen Verschluss des Gefäßes bewirkt; anschließend wird es nach und nach vom Körper abgebaut.
Für sehr feine, oberflächliche Gefäße kommt eine Behandlung mit IPL infrage. Welche Methode oder Kombination der Verfahren sinnvoll ist, richtet sich nach dem individuellen Gefäßbild und dem Verlauf der Behandlung.
Entzündliche HauterkrankungenDiagnostik und Therapie bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Rosazea und Akne.
Einige Hauterkrankungen sind durch chronische Entzündungsprozesse in der Haut gekennzeichnet. Hierzu zählen unter anderem Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis), Rosazea und Akne, mit denen wir uns in unserer dermatologischen Arbeit besonders intensiv beschäftigen. Viele dieser Erkrankungen verlaufen in wiederkehrenden Schüben und werden durch unterschiedliche innere und äußere Faktoren beeinflusst.
Neben der Behandlung akuter Erscheinungen ist es deshalb wichtig, mögliche Auslöser und begünstigende Faktoren zu erkennen und den weiteren Verlauf im Blick zu behalten. Die Therapie wird individuell an Erkrankung, Ausprägung und persönliche Situation angepasst und kann je nach Krankheitsbild äußerliche Behandlungen, Medikamente und weitere therapeutische Maßnahmen umfassen. Wo es sinnvoll ist, können dermatologische Behandlungen durch darauf abgestimmte medizinisch-kosmetische Behandlungen ergänzt werden.
Ziel ist es, Entzündungsaktivität und Beschwerden zu reduzieren, erneuten Schüben möglichst entgegenzuwirken und die Haut langfristig zu stabilisieren.
AllergologieAllergietestungen, individuelle Beratung und gegebenenfalls Hyposensibilisierung.
Allergien können sich auf unterschiedliche Weise an der Haut bemerkbar machen. Zur Abklärung stehen uns je nach Fragestellung verschiedene Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Dazu gehören Pricktest, Epikutantest und die Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper im Blut.
Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie können mit dem Epikutantest mögliche Auslöser gezielt untersucht werden. Dies spielt insbesondere auch bei beruflich bedingten Hauterkrankungen eine wichtige Rolle, da hier der Kontakt mit bestimmten Arbeitsstoffen Ursache oder Mitursache der Beschwerden sein kann.
Bei nachgewiesenen Allergien gegen Inhalationsallergene wie Pollen oder Hausstaub kann je nach Auslöser und individuellem Befund eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) sinnvoll sein. Diese führen wir sowohl als subkutane Immuntherapie (SCIT) als auch als sublinguale Immuntherapie (SLIT) durch.
BerufsdermatologieAbklärung und Behandlung berufsbedingter Hauterkrankungen.
Hauterkrankungen können durch die berufliche Tätigkeit entstehen oder durch Belastungen am Arbeitsplatz verstärkt werden. Besonders häufig betroffen sind die Hände, beispielsweise bei Beschäftigten im Friseurhandwerk, in Reinigungsberufen sowie in Pflege- und Gesundheitsberufen. Auch langjährige berufliche Sonnenexposition kann Hautveränderungen verursachen, etwa bei Dachdeckern, Beschäftigten im Straßenbau oder in der Landwirtschaft. Multiple aktinische Keratosen und bestimmte Formen des hellen Hautkrebses können unter entsprechenden Voraussetzungen als Berufskrankheit anerkannt werden.
Bei Verdacht auf eine beruflich bedingte Hauterkrankung können wir über das Hautarztverfahren die zuständige Berufsgenossenschaft (BG) oder Unfallkasse einbeziehen. Neben der dermatologischen Untersuchung können je nach Fragestellung auch allergologische Untersuchungen, insbesondere die Abklärung möglicher Kontaktallergien, sinnvoll sein.
Einen besonderen Stellenwert hat für uns die Behandlung beruflich bedingter aktinischer Keratosen. Bei entsprechender Anerkennung bzw. Behandlungsübernahme können sowohl die regelmäßige dermatologische Kontrolle als auch die notwendige Behandlung über die Berufsgenossenschaft erfolgen. Hierzu kann bei flächigen aktinischen Keratosen auch die photodynamische Therapie (PDT) gehören.
Bestätigt sich ein beruflicher Zusammenhang, begleiten wir die weitere Behandlung und unterstützen dabei, erneuten beruflichen Hautbelastungen möglichst entgegenzuwirken. Bei entsprechendem Behandlungsauftrag können notwendige dermatologische Behandlungen zulasten der Berufsgenossenschaft bzw. des zuständigen Unfallversicherungsträgers durchgeführt werden.
Medizinische Fußpflege & PodologieBehandlung von Nagel- und Hautveränderungen am Fuß für gesunde Füße im Alltag.
Unsere medizinische Fußpflege wird durch eine ausgebildete Podologin durchgeführt. Sie umfasst die Behandlung von Veränderungen an Haut und Nägeln der Füße – insbesondere dann, wenn diese Beschwerden verursachen oder sich durch die normale Fußpflege nicht ausreichend behandeln lassen.
Zu den häufigen Behandlungsanlässen gehören eingewachsene oder verdickte Zehennägel, Nagelveränderungen bei Nagelpilz sowie ausgeprägte Hornhaut und Druckstellen. Dabei werden Nägel und Haut fachgerecht behandelt und bei Bedarf Hinweise zur weiteren Pflege und Vorbeugung gegeben.
Durch die unmittelbare Zusammenarbeit mit unserer dermatologischen Praxis können unklare oder behandlungsbedürftige Haut- und Nagelveränderungen ärztlich beurteilt und die podologische Behandlung bei Bedarf mit einer dermatologischen Therapie abgestimmt werden.
Medizinische Fußpflege
Behandlung von Nagel- und Hautveränderungen am Fuß — für gesunde Füße im Alltag, auf medizinischem Niveau.

Dr. med. Nadja Thiessen
Fachärztin für Dermatologie
Thoma Kütemann
Fachärztin für Dermatologie
